Bereits zum fünften Mal gastierte die Ruderbundesliga vergangenes Wochenende im Clara-Zetkin-Park in Leipzig. Im Rahmen des Leipziger Wasserfestes eingebettet, hat sich der Leipziger Renntag dank der tollen Stimmung rund um die Strecke zu einem der Highlights der Ruderbundesliga entwickelt. Die Jungs vom Waldseeachter hatten sich als Ziel gesetzt, wie in Hannover, mindestens wieder im Finale um die Plätze 13 und 14 zu rudern. Am frühen Samstagmittag musste dazu eine gute Zeit im Zeitlauf gegen das Sprintteam aus Mühlheim her. Die Waldseer lagen zwar vom Start weg leicht hinten, konnten sich aber gut an das gegnerische Boot anheften. Mit der zwölfschnellsten Zeit bestätigten die Waldseer das angestrebte Ziel. Trotz des guten Ergebnisses im Zeitlauf wartete mit dem Melitta-Achter aus Minden im Achtelfinale ein sehr harter Gegner auf die Waldseer. Der Tabellendritte und Vizechampion der letzten Saison lies dem Waldseeachter keine Chance. Nur knapp 40 Minuten später folgte für den Waldseeachter das Viertelfinale gegen Mainz. Mit einem Sieg,  hätten die Waldseer die Chance um die Plätze 9 bis 12 gewahrt. Am Start waren es noch die Kurstädter, die besser ins Rennen kamen. Doch auf der Strecke holte das Mainzer Boot schnell auf und zog nach 150 Metern an den Waldseern vorbei. Im Ziel war es schließlich, mit einer knappen halben Länge Vorsprung, das Mainzer Boot, das jubelte. Trotzdem war das Team um Kapitän Sebastian Wenzel mit den bisher gezeigten Rennen zufrieden und ging hoch motiviert in das Halbfinale gegen die Travesprinter aus Lübeck. Mit einem guten Start zeigten die Waldseer von Beginn an, dass sie dieses Rennen unbedingt gewinnen wollen. Bereits nach 100 Metern betrug der Waldseer Vorsprung mehr als eine halbe Bootslänge und bis ins Ziel konnte dieser Vorsprung mitgenommen werden. Der Sieg bedeutete gleichzeitig auch das Finalrennen um die Plätze 13 und 14, das dann um kurz vor 21 Uhr unter Flutlicht ausgetragen wurde. Mehrere tausende Zuschauer, die rund um die 350 Meter lange Strecke für eine einzigartige Kulisse sorgten, verfolgten die Finalrennen, in deren Anschluss das große Feuerwerk zum Abschluss des Wasserfestes stattfindet. Der Waldseeachter traf erneut auf den Achter aus Mühlheim. Dieses Mal gelang den Waldseern ein besserer Start, als noch im Zeitfahren und so entwickelte sich ein knappes Rennen. Zur Streckenhälfte waren es die Mühlheimer, die das Rennen mit knappem Vorsprung anführten. Doch die Jungs vom Ruderverein Waldsee gaben nochmal mächtig Gas und schoben sich Schlag für Schlag an Mühlheim ran. Diese hatten jedoch die letzten 50 Meter die besseren Kraftreserven und konnten das Rennen somit für sich entscheiden – Platz 13 für Mühlheim, Platz 14 für Waldsee. 

In der Gesamtwertung liegt der Waldseeachter vor dem Finalrenntag im Münster nach wie vor auf dem 17. Platz. Die Boote aus Frankfurt und Dresden haben jedoch nur einen bzw. zwei Punkte Vorsprung. 

In Münster waren für den Waldseeachter am Start: Leo Seebold, Niklas Wiest, Johannes Wiest, Fabian Wiest, Stefan Leißle, Tobias Weißenhorn, Sebastian Wenzel, Phillip Bauer, Sebastian Weiße und Steuerfrau Nadine Leuter.